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Was ist Shopware? Das deutsche Shopsystem einfach erklärt

Was ist Shopware? Wir erklären das deutsche Shopsystem auf aktuellem Stand: Shopware 6, Editionen, die Betriebsmodelle SaaS, PaaS und Self-Hosted – und für wen sich die Software lohnt.

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4 Min. LesezeitE-CommerceShopware

Zuletzt aktualisiert im August 2026. Dieser Beitrag erschien ursprünglich 2021 und wurde vollständig auf den heutigen Stand von Shopware 6 gebracht.

Shopware ist ein E-Commerce-System des deutschen Herstellers shopware AG aus Schöppingen – und im deutschsprachigen Raum eines der meistgenutzten Shopsysteme überhaupt. Die Software bildet alles ab, was ein professioneller Onlineshop braucht: Produktverwaltung, Checkout, Zahlung und Versand, Content-Management und Marketing-Funktionen. Der Kern ist Open Source; darauf aufbauend gibt es kommerzielle Editionen und drei Betriebsmodelle – von der Cloud-Lösung bis zum eigenen Server.

Shopware in Kürze

  • Hersteller: shopware AG, Schöppingen (Nordrhein-Westfalen), gegründet 2000
  • Aktuelle Generation: Shopware 6 (Major-Versionen 6.6 und 6.7); Shopware 5 wird seit Juli 2024 nicht mehr unterstützt
  • Technologie: PHP mit dem Symfony-Framework, API-first-Architektur, Storefront auf Twig-Basis, Administration mit Vue.js
  • Lizenz & Editionen: kostenlose Open-Source-Community-Edition plus kommerzielle Pläne Rise, Evolve und Beyond
  • Betrieb: als SaaS, PaaS oder Self-Hosted
  • Zielgruppe: kleine und mittlere Unternehmen bis in den gehobenen Mittelstand, B2C wie B2B

Von Shopware 4 zu Shopware 6: die Software heute

Wer Shopware noch aus der Zeit von Shopware 4 oder 5 kennt, kennt das heutige System nur dem Namen nach. Shopware 6 erschien 2019 als komplette Neuentwicklung auf Basis des PHP-Frameworks Symfony. Die alte Generation ist Geschichte: Shopware 5 erhält seit Juli 2024 keine Updates mehr, Neuprojekte starten ausnahmslos auf Shopware 6.

Das System ist konsequent API-first gebaut: Jede Funktion – vom Produkt bis zum Checkout – ist über Schnittstellen ansprechbar. Im Standard liefert Shopware eine fertige Storefront mit responsiven, SEO-tauglichen Twig-Templates. Wer das Frontend entkoppeln will, nutzt die offiziellen Composable Frontends und baut auf denselben APIs ein Headless-Frontend.

Was kann das Shopware-System? Die wichtigsten Funktionen

  • Erlebniswelten (CMS): Landingpages, Kategorie- und Produktseiten per Drag & Drop gestalten – ohne Entwickler
  • Rule Builder: Preise, Rabatte, Versandkosten und Zahlungsarten regelbasiert steuern
  • Flow Builder: Prozesse wie Bestellbestätigungen, Tags oder Folgeaktionen ohne Code automatisieren
  • Sales Channels: mehrere Vertriebskanäle (Shops, Sprachen, Marktplätze, Social) aus einer Installation bedienen
  • B2B-Funktionen: Kundenspezifische Preise, Angebote und Freigabeprozesse – je nach Edition
  • KI-Unterstützung: der AI Copilot hilft in den kommerziellen Plänen u. a. bei Produkttexten, Übersetzungen und Bild-Schlagworten

Editionen und Betriebsmodelle: SaaS, PaaS oder Self-Hosted

Die Frage „Was kostet Shopware?" hat heute zwei Dimensionen. Die erste ist die Edition: Die Community Edition ist kostenlos und quelloffen, die kommerziellen Pläne Rise, Evolve und Beyond ergänzen Support, B2B-Komponenten und erweiterte Funktionen gegen Lizenzgebühr.

Die zweite Dimension ist der Betrieb: Als SaaS läuft der Shop vollständig in der Shopware-Cloud, als PaaS betreibt Shopware die Infrastruktur, während Sie vollen Code-Zugriff behalten, und beim Self-Hosting liegt der Shop auf eigener bzw. gemanagter Infrastruktur – mit maximaler Kontrolle über Code, Daten und Performance. Welches Modell wann passt, haben wir ausführlich hergeleitet: Shopware: SaaS, PaaS oder Self-Hosted?

Apps, Plugins und der Shopware Store

Erweitert wird Shopware über den Shopware Store mit tausenden Apps und Plugins – von Zahlungsanbietern über Marketing-Tools bis zu Schnittstellen für Warenwirtschaft und ERP. Technisch gibt es zwei Wege: Das App-System erweitert den Shop über APIs, ohne den Kern anzufassen, und funktioniert dadurch in allen Betriebsmodellen inklusive Cloud. Klassische Plugins greifen tiefer ins System ein und bleiben Self-Hosted- und PaaS-Umgebungen vorbehalten. Für individuelle Anforderungen lassen sich eigene Apps und Plugins entwickeln.

Für wen eignet sich Shopware?

Shopware spielt seine Stärken aus, sobald ein Shop mehr sein soll als ein Standard-Baukasten: individuelle Prozesse, Anbindung an Warenwirtschaft oder ERP, B2B-Preislogiken, mehrere Vertriebskanäle oder anspruchsvolles Content-Marketing. Genau deshalb ist das System im deutschen Mittelstand so verbreitet – auch, weil Hersteller, Community und Datenhaltung europäisch geprägt sind, was Themen wie DSGVO-Konformität vereinfacht.

Für sehr kleine Sortimente ohne Integrationsbedarf kann ein einfacher Shop-Baukasten die pragmatischere Wahl sein. Sobald aber Prozesse, Datenflüsse und Wachstum eine Rolle spielen, rechnet sich die Flexibilität von Shopware schnell.

Vorteile und Grenzen auf einen Blick

Vorteile: Open-Source-Kern ohne Vendor-Lock-in, moderne API-first-Architektur, starkes CMS (Erlebniswelten), Automatisierung ohne Code, große deutschsprachige Community und ein Ökosystem aus Agenturen, Hostern und Erweiterungen.

Grenzen: Die Flexibilität hat ihren Preis – für Self-Hosted-Projekte braucht es Entwicklungs- und Betriebs-Know-how, und wichtige B2B-Funktionen sind den kommerziellen Plänen vorbehalten. Wer nur „irgendeinen" Shop braucht, bezahlt mit Komplexität, die er nicht nutzt.

Fazit

Was ist Shopware also? Ein deutsches, quelloffenes E-Commerce-System, das vom Mittelständler bis zur B2B-Plattform skaliert – mit Shopware 6 technologisch auf aktuellem Stand und dank SaaS, PaaS und Self-Hosting flexibel im Betrieb. Als Shopware-Agentur entwickeln und betreiben wir seit vielen Jahren Shops auf dieser Basis: von der Modellwahl über die Implementierung bis zu Performance und Wartung. Einen Überblick über unsere Leistungen finden Sie unter Shopware-Agentur SENSUS MEDIA.

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