Schritt für Schritt zum Corporate Design
Corporate Design (CD) soll die positiven Werte eines Unternehmens weitergeben und somit Vertrauen schaffen. Dabei soll die Firma und deren Produkte in einem einheitlichen und glaubwürdigen…
Corporate Design (CD) soll die positiven Werte eines Unternehmens weitergeben und somit Vertrauen schaffen. Dabei soll die Firma und deren Produkte in einem einheitlichen und glaubwürdigen Erscheinungsbild dargestellt werden. Grundsätzlich besteht Corporate Design aus 3 Elementen: Fundament, Basiselementen und Anwendungen. Diese werden Schrittweise in einem mehrphasigen Prozess erarbeitet.
Das Fundament
Zuerst wird die Identität und die Werte des Unternehmens festgelegt. Diese sind das langlebige Element der Firmenpräsentation und überdauert auch das Design. Besonders in diesem Teil müssen Geschäftsführer und das Management selbst mit entscheiden welche Botschaft das Unternehmen nach außen präsentieren soll.
Um eine glaubwürdige Botschaft des Unternehmens zu erreichen, sollten folgende Fragen beantwortet werden:
- Vision: Was ist das Ziel des Unternehmens?
- Mission: Wie sollen die Ziele erreicht werden? Welche Strategie wird dafür eingesetzt?
- Werte: Was zeichnet Ihr Unternehmen besonders aus? Gibt es besondere Ideale die verfolgt werden?
- Kundennutzen: Welchen Vorteil oder Nutzen können Sie Ihren Kunden bieten dass die Konkurrenz nicht kann?
Diesen Fragen sollten Sie unbedingt große Aufmerksamkeit schenken und durchdachte Antworten darauf finden. Gerade der Kundennutzen bleibt gerne auf der Strecke und findet wenig Beachtung. Doch gerade hier können Sie sich von Ihrer Konkurrenz klar abgrenzen. Zu allgemein gehaltene Antworten führen dazu dass Ihre Positionierung auch für beliebig andere Unternehmen gelten können.
Das Fundament wird nie 1:1 nach außen getragen, es ist vielmehr auch ein internes Instrument das die gemeinsamen Ziele im Fokus behält.
Im nächsten Schritt wird der Markenkern aus den Werten und dem Kundennutzen gebildet. Wenn Sie eine Agentur für das Design beauftragt haben, wird diese nun den Markenkern mithilfe von Moodboards, Logoentwürfen, Illustrationen und Fotos visuell interpretieren. Zusammen mit der Agentur werden dann die verschiedenen Entwürfe diskutiert und verfeinert. Achten Sie hier auch auf genügend Tiefgang, denn der Markenkern soll einer glaubhaften Sammlung von Eindrücken, Ideen und Stimmungen entsprechen.
Basiselemente
Ist die Gestaltung nun auf maximal zwei Visualisierungen eingegrenzt worden, entwickelt die Agentur als nächstes einige Basiselemente dafür. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei dem Logo gewidmet sein, aber auch die Definition eines Foto- und Illustrationsstils sind ebenso Teil der Basiselemente. Weitere grundlegende Gestaltungselemente die immer wieder vorkommen müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Um herauszufinden was genau die Basiselemente sind, können Kernanwendungen wie Website, Produktbroschüren oder eine Präsentationsvorlage sehr gute Hilfe leisten. Es sollen vor allem Anwendungen sein, die eine höhe Priorität im Unternehmen darstellen und identitätsstiftend sind.
Anwendungen
Die Anwendung gehört zu der letzten Phase der Entwicklung. Die gestalteten Elemente werden nun auf allen wichtigen Medien und Kanäle angewendet. Je nach Größe des Unternehmens werden alle oder nur ausgewählte Anwendungen exemplarisch aufgezeigt. Das Set sollte breit abgestützt und alle wesentlichen Merkmale Ihres Unternehmens abdecken.
Bei großen Firmen wird bis heute noch ein großes Manual erstellt, indem das Fundament, die Elemente und ihre Anwendungen detailliert aufgelistet und beschrieben werden. Meistens wird das Manual aus finanziellen Gründen nur digital geliefert, bleibt aber dadurch auch dynamischer und pflegeleichter. In der digitalen Ausfertigung werden nur noch die Grundidee und die Basiselemente beschrieben, sowie wichtige Schlüsselraster und Vermaßungen definiert. Den zu vermittelnden Eindruck wird anhand von Anwendungen dokumentiert. Hier sollte sichergestellt werden dass die Kernpunkte des neuen Design genau festgehalten werden um die Bandbreite mit den Jahren nicht zu groß werden zu lassen.
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